Abschlussarbeit binden und drucken

Wichtige Grundsätze

Eine Abschlussarbeit verfasst zu haben ist eine Lebensleistung, die ein jahrelanges, mühevolles und mit sehr vielen Entbehrungen verbundenes Studium beendet und zu einem erfolgreichen Prüfungsabschluss führen soll. Die Gesamtbewertung der Abschlussarbeit ist für den weiteren beruflichen Werdegang von großer Bedeutung.
Des Weiteren ist zu bedenken, dass die Abschlussarbeit nicht nur der prüfende Dozent zu lesen bekommt, sondern fertige Abschlussarbeiten auch in Bibliotheken gesammelt und anderen Studierenden zugänglich gemacht werden.
Eine Abschlussarbeit ist als Dokumentation des eigenen Fachwissens und als Krönung des Studiums auch für den Verfasser ein lebenslang wertvolles Erinnerungsstück, das gerne als “Andenken” aufgehoben wird.
Aus diesen Gründen lohnt es sich, der Arbeit auch in der äußeren Form ein ansprechendes Äußeres zu geben.
Dazu sind einige Punkte anzumerken, die aufgrund ihrer Selbstverständlichkeit nur selten zur Sprache kommen, aber für eine hochwertige Abschlussarbeit, die eine gute Benotung erzielen soll, unabdingbar sind.
Hier sei an erster Stelle das für die Arbeit zu verwendende Papier genannt.
Es sollte rein weiß sein, kein Recyclingpapier mit Grauschleier. Wünschenswert ist eine hochwertige Papiersorte von mindestens 80 g/m². Ein etwas stärkeres Papier mit 90 g/m² lässt sich Arbeit noch professioneller erscheinen, hat bessere Eigenschaften beim Drucken und wirkt insgesamt stabiler.
Dass das Papier für die Abschlussarbeit absolut sauber sein muss, ohne Flecken und Schlieren, versteht sich von selbst.

Vorgaben des Lehrstuhls

Bei der Erstellung einer Abschlussarbeit ist es sehr wichtig, die Vorgaben vom jeweiligen Lehrstuhl einzuhalten.
Häufig gibt der Dozent Anweisungen für die Wahl der zu verwendenden Schriftart und des Schriftgrades. Wenn Angaben zur geforderten Seitenzahl der Arbeit gemacht werden, sind diese möglichst um nicht mehr als maximal 10% zu unter- oder überschreiten.
Vielfach führen höhere Über- und Unterschreitungen der vorgegebenen Seitenzahl zur Abwertung der Arbeit und zum Punktabzug in der Gesamtbewertung.
Einige Hochschulen verlangen das so genannte Uploaden der fertigen Arbeit, das heißt, der Text der Arbeit muss über das Internet auf einen meistens eigens dafür eingerichteten Server der jeweiligen Hochschule “hochgeladen” werden.
Dieses Verfahren dient dazu, die fertigen Abschlussarbeiten mittels eigens dafür entwickelter Software auf Plagiate zu überprüfen, also auf Übereinstimmungen mit schon vorhandenen, anderen Veröffentlichungen oder sonstigen Texten im Internet.
Auch für den so genannten Upload der Abschlussarbeit müssen die Vorgaben des jeweiligen Lehrstuhls unbedingt beachtet werden, meistens wird in diesem Zusammenhang genannt, in welchem Dateiformat die Arbeit hochzuladen ist, möglicherweise ist es erforderlich, die Arbeit in das PDF (portables Dateiformat) zu konvertieren, da das PDF-Format mit allen Betriebssystemen kompatibel ist, mit dem PDF-Betrachter können sowohl auf Microsoft Windows-PCs, auf Linux-Rechnern und auf MAC, das heißt Apple Macintosh-Computern PDF-Dokumente in ihrer ursprünglichen Form wiedergegeben werden.

Speichern der Arbeit

Wenn die Abschlussarbeit komplett fertig geschrieben ist, muss unbedingt darauf geachtet werden, die Arbeit möglichst auf verschiedenen Speichermedien abzuspeichern, das bedeutet, zum einen wird die Arbeit auf der Festplatte des Computers gespeichert, zweckmäßig ist zusätzlich die Speicherung auf einem externen Speichermedium, beispielsweise einem USB-Stick, der entweder auf seinem eigenen interierten Speicher das Dokument sichert oder auf einer in den Stick einsetzbaren SD-Speicherkarte speichert.
Auf jeden Fall ist eine doppelte Sicherung der Arbeit dringend zu empfehlen, damit bei Systemabsturz oder sonstigem Ausfall des Computers die wertvolle Abschlussarbeit nicht verloren geht.
Falls man neben einem stationären Desktop-PC auch ein Laptop besitzt, ist es natürlich nützlich, auch auf der Festplatte des Notebooks zusätzlich die Arbeit zu speichern.

Drucken der Arbeit

Die Ausarbeitung und das Erscheinungsbild einer Abschlussarbeit, unabhängig vom Fachgebiet und vom Umfang, steht und fällt mit dem Drucken der Arbeit.
Hierbei ist, wie im ersten Absatz – wichtige Grundsätze – schon auf die Wahl des Papiers für den Enddruck eingegangen worden.
Selbstverständlich kann die Arbeit zuhause mit dem eigenen Drucker gedruckt werden, das setzt allerdings voraus, dass der Drucker in einwandfreiem Zustand ist. Der Drucker muss sauber sein, darf keine Staub- oder Tonerreste im Gehäuse und auf den Walzen aufweisen. Die Tonerkartousche muss über einen Füllungszustand verfügen, der für das Drucken der kompletten Arbeit ausreicht. Gegen Ende ihrer Lebensdauer geben Tonerkassetten häufig Farbpigmente in das Innere des Druckers ab und bilden Flecken und Schlieren auf dem Papier. Deshalb lohnt es sich, vor dem Drucken einer Abschlussarbeit eventuell eine neue Tonerkartousche in den Drucker einzulegen.
Zweckmäßig ist für das Drucken einer umfangreichen Abschlussarbeit die Verwendung eines Laserdruckers, denn dieser kann häufig bessere Druckergebnisse liefern als ein Tintenstrahldrucker und ist für höhere Druckkontingente ausgelegt als die meisten Tintenstrahldrucker.
Bei jeder Abschlussarbeit ist es sehr zu empfehlen, zuerst einen Probedruck der gesamten Arbeit anzufertigen, dieser kann ruhig auf einfachem Papier oder Recyclingpapier gedruckt werden. Der Probedruck erleichtert ganz erheblich das Korrekturlesen der fertigen Arbeit und lässt viel besser erkennen, wie die Arbeit im Layout aussieht, als dies auf dem Bildschirm zu sehen wäre.
Der Probeausdruck ermöglicht auch manuelle Eintragungen auf dem Konzeptpapier und zeigt eventuelle Zeilen- oder Seitenumbrüche, die nicht beabsichtigt waren.
Wenn die Arbeit dann überarbeitet und in korrigierter Form in dem gewünschten Dateiformat abgespeichert ist, kann der Enddruck mit hochwertigem Papier eingeleitet werden. Wenn ein gut funktionierender, leistungsfähiger Drucker zur Verfügung steht, kann man die Arbeit selber drucken. Hat man nicht einen solchen Drucker, kann man in einem Copy-Shop die Arbeit drucken lassen, hier unbedingt nach Beendigung des Druckes kontrollieren, dass keine Seiten fehlen und dass die Seiten auch wirklich fleckenfrei und sauber sowie frei von Knicken sind.

Das Binden der Arbeit

Die Art der Bindung der Arbeit wird meistens, wie die Schriftart und Seitenzahl, vom Dozenten vorgeschrieben.
Spiralbindungen können mit einem Spiralbindegerät auch selber angefertigt werden, dabei werden mit dem Bindegerät am linken Papierrand Lochreihen eingestanzt und zum Schluss die Seiten mit einem Kunststoff- oder Metallbinderücken zusammengefasst.
Diese Bindung lässt die Entnahme und Hinzufügung von Seiten zu und wird daher von manchen Dozenten als nicht fälschungssicher angesehen.
Deshalb fordern einige Dozenten die Klebebindung, die in einem Copy-Shop oder Druckereifachbetrieb durchgeführt werden sollte. Das ist ein einfacher, nur wenige Minuten dauernder Vorgang, in dem die Seiten zwischen zwei Bindedeckeln mit einem Leinenrücken in einem Heiß-Klebeverfahren unveränderbar zusammengefügt werden.
Die Bindedeckel und den Leinenrücken kann man farblich auswählen und so der Arbeit ein ansprechendes Erscheindungsbild geben, das schon auf den ersten Blick einen guten Eindruck macht.



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