bejaen oder bejahen?

Richtig: bejahen

Der unerhörte Buchstabe

Das Deutsche kennt vier verschiedene h-Laute, aber nur einen davon kann man laut und deutlich hören: den Anfangslaut wie zum Beispiel in „Herz“. Entscheidet das Herz sich für den Bund der Ehe, wird es schon schwieriger; es ist aber doch zumindest nachvollziehbar, wozu dieses „h“ gut ist: Ee würde doch wirklich scheußlich aussehen und ginge auch schnell in ein lang gezogenes „eeeeeee!“ über, was der Ehe gewiss nicht gut täte.

Das silbentrennende h

Dass ein Wort wie „bejahen“ aber mit einem „h“ geschrieben wird, ist nicht so leicht nachzuvollziehen. Schließlich gibt man einander auch kein „Jah“-Wort. Im Fall von „bejahen“, „nahe“ usw. spricht man von einem “silbentrennenden h”. Dieses ist immer dann erforderlich, wenn die vorangehende Silbe auf einen Vokal endet und die folgende mit einem Vokal beginnt. Andernfalls könnte man nämlich die Buchstabenkombination auch als einen Umlaut deuten, also „bejän“ oder „nä“ lesen. Das Lesen selbst würde dann ziemliche Mühe bereiten – so gesehen ist ein silbentrennendes h doch eigentlich ein ganz sympathischer Buchstabe, auch wenn man ihn gelegentlich vergisst.

Nebenbei bemerkt: Die Schreibung „Silben trennendes h“ wäre auch richtig.



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