erfolgsversprechend oder erfolgversprechend?
Richtig: erfolgversprechend
Mit „s“ oder ohne „s“ – das ist hier die Frage.
Bei zusammengesetzten Wörtern, sogenannten Komposita, werden oft zwischen den ursprünglichen Wörtern Fugenlaute eingefügt. Sehr beliebte Fugenelemente sind unter anderem „e“, „n“, „er“ oder auch „en“. Besonders häufig wird auch das Fugen-S verwendet. So wird aus „Ansicht“ und „Karte“ die „Ansichtskarte“ und aus „Schmerzen“ und „Geld“ entsteht „Schmerzensgeld“.
Ausnahmen bestätigen die Regel
Dementsprechend müsste es dann auch „erfolgsversprechend“ heißen, richtig? Falsch. Fugenlaute treten nämlich nie bei Adjektiven auf. Und genau das ist „erfolgversprechend“: ein Adjektiv.
Beispiel:
“Der Spieler ist ein erfolgversprechendes Talent.”
Wie hätten Sie es gern: getrennt oder zusammen?
Diskutabel ist lediglich, ob es „erfolgversprechend“ oder „Erfolg versprechend“ heißt. Hier kann jeder walten wie es ihm gefällt, denn seit der Rechtschreibreform ist sowohl die Getrennt- als auch die Zusammenschreibung möglich.
Entscheiden Sie also selbst, wie Sie Ihre Vorhaben einschätzen: erfolgversprechend oder Erfolg versprechend. Aber denken sie daran: adjektivische Komposita werden nie mit einem Fugenlaut verbunden.