gang und gebe oder gang und gäbe?

Richtig: gang und gäbe


Ist etwas allgemein üblich oder gültig, so sagt man auch, es ist „gang und gäbe“.
So ist es gang und gäbe in Deutschland, dass man sich bei einer Begrüßung die Hand gibt und einander in die Augen schaut. Es ist jedoch nicht gang und gäbe, „gang und gäbe“ groß zu schreiben oder aus dem „gäbe“ ein „gebe“ zu machen.

Der erste Bestandteil der Wortfolge entstammt dem „gehen“ beziehungsweise dem Nomen „Gang“. Hier besteht eine enge Verbindung zu dem Adjektiv „gängig“, das ebenfalls die Bedeutung von „üblich“ oder „weitverbreitet“ hat. Der zweite Teil, das „gäbe“, ist schon schwieriger zu bestimmen. Fest steht, dass der Ursprung des Wortes nicht bei dem Verb „geben“ zu suchen ist. Vielmehr entstammt es wohl dem altnordischen „gaefr“ oder dem mittelhochdeutschen „gaebe“, die beide so viel bedeuten wie „angenehm“ oder „üblich“.

Beispiel: “Geburtstagsgeschenke sind in Deutschland gang und gäbe.”

Und so ist es weiterhin üblich, „gang und gäbe“ zu schreiben.



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