immens oder imens?
Richtig: immens
Aus dem Lateinischen stammt das Adjektiv immens. In der Verbindung der verneinenden Vorsilbe „in“ mit der Verbform mensus = ermesslich von mentiri wurde „inmens“ wegen des folgenden m zu immens assimiliert.
Das verneinende „in“
Die Vorsilbe „in“ wird bei vielen Begriffen, besonders in der englischen Sprache, negierend gebraucht. Englisch lässt als führende Sprache der Wirtschaft laufend neue Fachbegriffe entstehen, die oft aus lateinischen Wortteilen bestehen. Dabei können ohnehin mehr als 60% der englischen Wörter aus dem Lateinischen abgeleitet werden. Accumulation of offices, zu deutsch Ämterhäufung, stammt genauso wie prefabricated house, Fertighaus zum größten Teil aus dem Lateinischen. Wer Latein gelernt hat versteht sehr schnell englische Begriffe. Impatient = ungeduldig, immature = unreif oder auch immortal = unsterblich sind Beispiele, bei denen im englischen die Vorsilbe „im“ gebraucht wird.
Impotent ist das Gegenteil von potent, die Immaculata ist die Unbefleckte, in der katholischen Kirche ein Ehrenname Mariens, das Immobiliar ist unbeweglich und der Impetus beschreibt das Ungestüm, die Heftigkeit.
Wat ene Quatscht, ich spill Quetsch
Ist die Herkunft klar, dann wird die Rechtschreibung zum Kinderspiel. Wer den Begriff immens gebraucht, möchte damit etwas Immensurables, etwas Unermessliches ausdrücken. Was könnte „Imens“ bedeuten? „Luur ens“ sagt der Kölner und meint damit umgangssprachlich in seinem Dialekt „Sieh einmal“. Also Imens = Keinmal? Verstanden? „Wat ene Quatsch“, würde der Kölner ausrufen und weiter auf seinem Quetschebüggel, womit er seine Quetsch meint, e kölsch Leed spielen! Immens ist richtig!