Korrespondenz oder Korespondenz?

Richtig: Korrespondenz

Das Durcheinander mit dem Co-Kon

Wer einen Co-Autor benötigt, um seine tägliche Korrespondenz noch bewältigen zu können, wird sich sicher über das eigentlich doch überflüssig erscheinende doppelte „r“ in „Korrespondenz“ wundern. Schuld sind natürlich wieder einmal die Römer mit ihrer eigentümlichen Aussprache und dem umfassenden Regelwerk; da kann nämlich ein „co-“ leicht mal zu einem „con-“ oder „cor-“ werden, je nachdem, welcher Buchstabe folgt. Vor dem „r“ wird die Vorsilbe „co-“ regelmäßig zum „cor-“.

Korrespondenz ist keine Einbahnstraße

Wer korrespondiert, der kor-respondiert, das heißt, er befindet sich im schriftlichen Austausch mit jemandem. Die „responsio“ bezeichnet eine Antwort oder Erwiderung. Und wer sich nicht gerade selbst widerlegt oder ausschließlich Selbstgespräche führt, der braucht dazu einen oder mehrere Gesprächspartner, denen er antworten kann. Diese sind also keine Co-Respondierenden – also solche, die für ihn antworten – sondern „Kon-Respondierende“ – solche, mit denen er sich im Austausch befindet. Aufgrund der oben genannten Anpassung wurde daraus dann die Korrespondenz – ähnlich wie in „Korreferent“ oder beim Korrektor, der kein Konrektor sein muss.



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