mit einbeziehen oder miteinbeziehen? Getrennt oder zusammen?
Richtig: beides, empfohlen: Getrenntschreibung
Gerade in wissenschaftlichen Arbeiten ist es häufig erforderlich, diverse Umstände und Fakten zu berücksichtigen und etwas oder jemand einzubeziehen. Dieses Einbeziehen wird gern durch ein vermeintlich verstärkendes „mit“ betont, das dann allerdings neue Probleme mit sich bringt: Soll jemand miteinbezogen oder mit einbezogen werden?
Und bringt das „mit“ nicht eher ein leichtes Zögern hinein, als dass es verstärkend wirkt?
„Wir müssen den Umstand einbeziehen, …”
klingt doch allemal kraftvoller als
„Wir müssen den Umstand miteinbeziehen/mit einbeziehen, …“.
Der Duden ist hier ausnahmsweise keine Hilfe, da er die Form in keiner Schreibweise erwähnt. Man könnte meinen, er ignoriere sie – vielleicht nicht zu Unrecht. Denn in vielen Fällen ist der Zusatz „mit“ völlig überflüssig. Doch kennt der Duden ähnliche Formen, zu denen er folgende Regel aufstellt: Die Getrenntschreibung betont eine vorübergehende oder zukünftige Beteiligung; die Zusammenschreibung eine dauernde.
Sei es drum, wer lieber miteinbezieht/ mit einbezieht, hat die freie Wahl; die Getrenntschreibung hätte aber den Vorteil, dass sich der Vorsilbendschungel lichtet und die Betonung von „einbeziehen“ eindeutig bleibt.