dass oder daß?

Richtig: dass


Ach ja, das gute alte „dass“.
Nicht nur, dass die Unterscheidung zwischen „dass“ und „das“ die deutschen Schreiber plagt – mittlerweile muss man auch noch daran denken, die Konjunktion mit einem Doppel-s statt mit „ß“ zu schreiben!

Heyse statt Adelung

Vorbei sind die Zeiten, in denen geschickte Schüler ein fehlerhaftes „das“, welches eigentlich ein „daß“ hätte sein sollen, schnell mal eben ändern und aus dem einfachen „s“ ein „ß“ machen konnten, um doch noch eine Fehler weniger im Diktat zu haben. Ein zweites „s“ anhängen, gestaltet sich dagegen aus Platz-Gründen schon etwas schwieriger.
Ob das einer der Gründe war, warum das „daß“ durch die Rechtschreibreform zu einem „dass“ wurde? Man weiß es nicht. Fest steht jedoch, dass der Rat für deutsche Rechtschreibung 1996 von der adelungschen s-Schreibung zur heyseschen s-Schreibung überging. Und diese, benannt nach dem Grammatiker Johann Christian August Heyse, besagt, dass nach einem kurzen Vokal ein Doppel-s folgt, auch wenn dies dann am Wortende steht.

Ob es Schülern in Deutschland also gefällt oder nicht, “dass” schreibt man nun mit Doppel-S.



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