Widerspruch/widersprechen oder Wiederspruch/wiedersprechen?
Richtig: Widerspruch und widersprechen
Sie kennen das sicher: Sie formulieren ein Schreiben und plötzlich kommen Sie zu dem Wort, das Sie zweifeln lässt. Schreibt man nun «Widerspruch» oder «Wiederspruch»? Bei dieser Frage gibt es nur eine richtige Antwort: man «widerspricht» jemandem und legt «Widerspruch» ein. „Wiedersprechen“ und daraus abgeleitet den „Wiederspruch“ gibt es nicht.
Das Wort setzt sich nämlich den Wortteilen «wider» und «Spruch» bzw. «sprechen» zusammen. Während der hintere Wortteil klar sein dürfte, geht es beim vorderen nicht um einen perpetuierenden Vorgang, also etwas, das immer und immer wieder geschieht. Die Vorsilbe «wider» bedeutet «gegen». Menschen handeln mitunter «wider» alle Vernunft, rennen mit dem Kopf «wider» alle Wände oder handeln «wider» die Moral. Selbstverständlich wurde der veraltete Ausdruck «wider» schon längst im modernen Sprachgebrauch durch das Wort «gegen» ersetzt. Allerdings hat er sich in manchen zusammengesetzten Wörtern noch erhalten, wie zum Beispiel in «widersprechen», «widerrufen» und «Widerrede».