Zu allererst oder zuallererst? Getrennt oder zusammen?
Richtig: zuallererst
Warum einfach, wenn es auch umständlich geht?
Es gibt einige Wörter im Deutschen, die kann man kaum aussprechen, ohne sich dabei die Zunge zu verknoten. Will man sie gar aufschreiben, so kommt man ins Grübeln. „Zuallererst“ ist nicht zuallerletzt wohl so ein Wort, das sich zuallermeist zu widersetzen scheint. Überhaupt, dieses ständige „zu“! Wozu soll das eigentlich gut sein? Warum nicht einfach: „als Erstes“ oder einfach nur „zuerst“?
Der Genitiv lebt!
Tatsächlich werten einige Wörterbücher den Ausdruck als umgangssprachlich. Es handelt sich um ein Adverb, das sein eigenes Ausrufezeichen bei sich trägt. Der Sprecher drückt damit aus, dass ein bestimmter Sachverhalt ganz unbedingt und unhinterfragbar an die erste Stelle gehört. Formal fällt auf, dass „all“ hier im Genitiv Plural erscheint, vergleichbar den Fügungen: „allerhand“ oder „allerdings“, die aus „aller Hande“ und „aller Dinge“ untrennbar zusammengerückt sind. Ebenso lässt sich auch „zuallererst“ nicht trennen, denn dann müsste eine andere Deklinationsform gewählt werden.
Zuallerallerletzt ist die Verwendung des Begriffes in der Umgangssprache aber vielleicht auch nur ein weiteres Indiz dafür, dass der Genitiv eben doch noch sein Unwesen darin treibt.