Gedankenstriche

Gedankenstriche kommen meistens dann zur Anwendung, wenn eine Pause innerhalb eines Satzgefüges dargestellt werden soll. Sie dienen dazu, etwas Nachfolgendes, meistens Unerwartetes anzukündigen. Die Anwendungsregeln für Gedankenstriche sind, ähnlich wie beim Strichpunkt, schwimmend, weil sie in den meisten Fällen auch durch Kommata oder Punkte ersetzt werden könnten.

Beispiel:

Den Text überarbeitet hat – niemand!
Es geschah etwas nicht Abgesprochenes – sie legte den Text beiseite – stand auf und ging.

Im zweiten Beispiel könnten die Gedankenstriche ebenso gut durch Punkt und Komma ersetzt werden. Durch die Verwendung der Gedankenstriche wird hier lediglich die Pause deutlicher markiert.

Beispiel:
Es geschah etwas nicht Abgesprochenes. Sie legte den Text beiseite, stand auf und ging.

Gedankenstriche kann man auch dazu verwenden, Zusätze oder Nachträge deutlicher vom vorangegangenen Text zu trennen. Außerdem kann man mithilfe eines einfachen Gedankenstriches einen Themenwechsel darstellen.

Beispiel:

Damit bin ich am Ende meiner Ausführungen angelangt. – „Möchte noch jemand eine Frage stellen?“

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Zeichensetzung bei doppelten Gedankenstrichen. Während Frage- oder Ausrufezeichen, die zu dem in Gedankenstrichen gesetzten Textteil gehören, auf jeden Fall vor dem zweiten Gedankenstrich stehen müssen, fällt ein Punkt als Satzschlusszeichen weg, auch wenn es sich um einen grammatisch vollständigen Satz handelt. Alle Satzzeichen, die zu dem übergeordneten Textteil gehören, müssen jedoch immer geschrieben werden.

Beispiel:
Das Thema war – auch wenn sie es nicht ständig wiederholte -, dass sie den Text schon mehrfach geschrieben hatte.
Zum Vergleich:
Das Thema war, auch wenn sie es nicht ständig wiederholte, dass sie den Text schon mehrfach geschrieben hatte.



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